Siegfried3

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Als gefeierter Held kehrte so der Jüngling , der einst mit dem Wanderstab von Xanten ausgezogen war, in die Heimat zurück. Gross war die Freude seiner Eltern, und aus dem ganzen Land wurden die Edlen zu einem prächtigen Fest entboten, das acht Tage lang währte. Zu seinem Höhepunkt gedachte der alte König Siegmund dieÜbergabe von Krone und Herrschaft an seinen Sohn zu gestalten, doch Siegfried, der von dem Plan hörte, bat insgeheim seinen Vater, er möge doch nicht auf den Thron verzichten, der zu seinen Lebzeiten keinen würdigeren Nachfolger finden könne. Trotz dieser kleinen Betrübnis nahmen die Feiern ihren glanzvollen Fortgang, und nach dem Gangzum Münster wurden vierhundert ritter mit Burgen und Ländereien belehnt und über das Volk wurde ein Füllhorn von Gaben ausgegossen. Viele Lauscher standen in den Hallen des Schlosses und auf den Plätzen der Stadt die fahrenenden Sänger. Vor allenpriesen sie Siegfried, und als schönste und sittsamste Jungfrau aber rühmte man Kriemhild. Das überrasche den Helden, denn er hatte noch nie von der Burgundetochter gehört. Wie sich die Lieder immer wiederholten, gelüstete es ihn, der bisher noch nie um eines Weibes Gunst geworben hatte, die Frau zu sehen, dessen Namen die Spielleute ihm zugestellt hatten. Vor Vater und Mutter trat er hin und trug ihnen seine Absicht vor.

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