Siegfried5

schloss
Siegfried und sein Gefolge bestiegen ein Schiff, das sie den Rhein stromauf trug. Durch liebliche Auen ging erst die Fahrt, dann schoben sich schroffe Felsen und steile Hänge an die Ufer, und die köstliche Rebe rankte zwischen Schiefer und Sand. Gute Herbergen gab es in allen Orten, und über Trunk und Quatier brauchten sich die Helden in den sieben Tagen, die ihre Reise währte nicht zu beklagen. In der Burg zu Worms war es bereits ruchbar geworden, das ein prunkvoller nachen, mit dreizehn Helden besetzt, sich dem burgundenland nähere. Als Siegfried an der Spitze seiner Gesellen in das Schloss geritten kam, beobachteten die Könige Gunther, Gernot und Giselher vom grossen spitzbogigen Fenster den Einzug der Gä,ste. ” Ich kenne sie nicht, sagte Gunther, und sie führen auch nicht Wappen und Wimpel.” Der Baron Ortwin von Metz, der den Herren zu Diensten stand, warf ein: ” Ihre Gewandung, das goldene Zaumzeug der Pferde, die Schabracken aus Purpur scheinen mir die hohe Sendung anzuzeigen.” ” Wenn es so wäre”, belehrte Gernot den Höfling hätten sie eine Gesandschaft vorausgeschickt. Es ist nicht Fürstenart, unangemeldet zu kommen.

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